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In Moskau wurde Valery Gergiev am 2. Mai 1953
geboren. Seine Jugend verbrachte er im Kaukasus.
Seine musikalische Ausbildung mit dem Schwerpunkt
Dirigieren erfuhr er am Konservatorium
Leningrads.
Erste nationale Aufmerksamkeit erntete Valery
Gergiev, als er mit 23 Jahren den gesamtrussischen
Dirigentenwettbewerb in Moskau gewann.
1977 wurde er beim Herbert-von-Karajan-Wettbewerb
in Berlin zum Besten gekürt und in der
Biografie des weltbekannten Maestros verewigt mit
den Worten:
"…mit … Gergiew und Kasprzyk … leuchteten wirklich
explosive Talente auf."
Im selben Jahr wurde der junge Mann mit dem
"explosiven Talent" Assistenz-Dirigent an der
Leningrader Kirov-Oper, die nach dem Zerfall der
UdSSR und der Rückbenennung Leningrads in
Sankt Petersburg zur Einheit mit dem
Mariinsky-Theater fand und ab 1996 von
Generaldirektor Valery Gergiev geführt
wurde.
Zuvor war Valery Gergiev nach seiner Verpflichtung
zum Leiter des armenischen Staatsorchesters
(1981-1985) im Jahr 1988 zum Chefdirigenten und
künstlerischen Leiter der Kirov-Oper ernannt
worden.
Seinen ersten internationalen Erfolg feierte Valery
Gergiev beim Schleswig-Holstein-Musikfestival des
Jahres 1989 und wurde im selben Jahr Erster
Gastdirigent des Rotterdamer Philharmonischen
Orchesters, dem 1995 die Chefdirigentenfunktion
folgte. Zwei Jahre später berief ihn die
Metropolitan Opera in New York zum Ersten
Gastdirigenten.
Der umtriebige Vollblutmusiker, dessen
Platteneinspielungen eben solcher Erfolg beschieden
war wie seinen Bühnenproduktionen und
Konzertaufführungen in namhaften
internationalen Musikhäusern, wurde mit
zahlreichen Auszeichnungen bedacht.
Die von ihm ins Leben gerufenen Festivals, wie
beispielsweise die Sankt Petersburger "Weißen
Nächte", sind ebenso renommiert wie das
Rotterdam Festival, das er seit 1996 leitet.
Valery Gergievs Arbeit mit dem Rotterdamer
Philharmonischen Orchester hat sein britischer
Kollege Simon Rattle folgenden Satz gewidmet:
"Für Valery ist alles ein besonderes Ereignis,
und gewöhnlich vermittelt sich das auch, wenn
er dirigiert, aber er verankert nichts auf
Dauer."
Verankert sind Valery Gergiev und seine hoch
motivierte Truppe von Musikern, Sängern und
Tänzern seit 1998 im Oostal. Das Festspielhaus
und das Ambiente der Stadt haben Baden-Baden zur
Sommerresidenz der Sankt Petersburger Künstler
werden lassen. Zahlreiche Konzerte und Opern hat
Valery Gergiev im zweitgrößten Opernhaus
Europas bereits dirigiert und begeisterten Applaus
geerntet. Dabei wurde er seinem Ruf, ein Spezialist
für russisches und spätromantisches
Opern- und Konzertrepertoire zu sein, voll
gerecht.
Diesen Ruf scheint er erweitern zu wollen. 2003
widmete er sich dem aufwändigen Projekt,
Richard Wagners "Der Ring des Nibelungen" neu zu
produzieren. Im Dezember 2003 kam der Zyklus
erstmals außerhalb Russlands zur
Aufführung, und zwar im Baden-Badener
Festspielhaus. Im Januar 2004 wurde dieser
Hochgenuss für Wagner-Freunde ein weiteres Mal
in der Kurstadt angeboten.
Für
seine unermüdliche Aufbauarbeit am St.
Petersburger Mariinsky-Theater ist Valery Gergiev
der Herbert von Karajan Musikpreis des Jahres 2006
zuerkannt worden. (RW)
Der Ring
des Nibelungen
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über das Festspielhaus
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